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Tag 2

Am Morgen arbeiteten wir vom Journalistenworkshop – also Kaya, Lina und Herr Ackermann – zunächst in unserer Redaktion im Kreismedienzentrum. Es war noch Arbeit vom 1. Workshoptag übrig geblieben: Fotos mussten gesichtet und geschnitten werden und die O-Töne aus den Interviews vom Vortag hatten wir auch noch zu schneiden. Schneiden ist eigentlich ganz einfach: Man lädt ein Interview in ein Schneideprogramm und schneidet dann überflüssige Aufnahmen weg. Übrig bleiben nur die O-Töne, die wir nachher in unseren Radiobeiträgen verwenden wollen.
Internet-Führerschein. Sicher unterwegs in der digitalen Welt
Am späten Vormittag fuhren wir dann nach Zwiefalten. In der Münsterschule nahmen fünf Jungs und Mädchen im Alter zwischen 8-10 Jahren an dem Workshop „Erste Schritte im Netz“ teil. Sie hatten sich schon ganz schön ausgebreitet. Mit Buntstiften hatten sie Figuren bemalt. Wir lernten, dass diese Figuren im Lernprogramm „Internet-ABC“ eine Rolle spielen. Eddi zum Beispiel erklärt da Internet-Anfängern alles, was sie wissen müssen, um sicher surfen zu können. Was ist ein Browser, wie lauten die Endungen für Internet-Adressen. So steht .de für Deutschland, .fr für französische Seiten oder .at für österreichische.
Später mussten die Kids dann noch eine Prüfung machen, in der alles das gefragt wurde, was sie am Tag über das Internet gelernt hatten. Denn ohne Prüfung gibt es keinen Internetführerschein. Und den wollten alle haben. Als wir die Kids fragten, hatten sie schon ein bisschen Angst davor, denn Prüfung ist halt Prüfung. Da gehört ein bisschen Lampenfieber dazu. Später erfuhren wir von Workshopleiter Frank Wagner, dass tatsächlich alle den Internetführerschein bestanden hatten.

 

Youtube Trixx – wir erkunden gemeinsam die Green Screen Technik

Ein Raum fast ganz in Grün, ein Tisch mit Monitoren und einer Kamera auf einem kleinen Stativ. In der Raummitte stehen Kids und bewegen sich so als ob sie nicht so recht wüssten, wo sie hingehören. Auf dem kleinen Monitor erkennen wir dann aber, dass die Schauspieler im Bett liegen oder Aliens verprügeln oder an einem Strand entlanggehen. Das passt so gar nicht zu dem nassen Herbstwetter vor dem Kreismedienzentrum in Reutlingen.
Da muss ein Trick dabei sein. Wir kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus, aber das Geheimnis erklärte Lennard (12 Jahre): „Alles Grüne wird entfernt und so kann man Filme oder Bilder darauf projizieren. Dann sieht das so aus, als ob man selber in einem Film mitspielen würde.“
Vorher mussten sich die Kids aber einige Gedanken machen. Eine Geschichte mussten sie sich ausdenken, Hintergründe auswählen, ebenso Sounds, denn schließlich soll die Geschichte auch ordentlich Spannung haben. Praktisch, dass zwei Tage später Halloween war. Da musste es natürlich eine Horrorgeschichte sein.
Das Schwierigste war für die Kids, so zu schauspielern, dass sie in den Film passen. „Da muss man spiegelverkehrt denken. Das ist gar nicht so einfach;“ berichtet Joschka (11 Jahre).
Auf alle Fälle ist uns klar: Die Gruppe hatte wahnsinnig viel Spaß in ihrem Workshop. So viel Spaß, dass daraus mehr werden könnte. Denn drei von den Jungs versicherten uns, dass sie unbedingt Youtuber werden wollen. Das haben wir in Zwiefalten am Vormittag auch schon gehört. Das mag zwar Spaß machen, aber Geld verdienen nur ganz wenige Youtuber. „Für tausend Klicks gibt es vielleicht 10 Cent. Da muss man schon ganz viele Follower haben,“ weiß Elias (10 Jahre). Aber man kann es ja mal probieren.
Nicht alle waren übrigens gleich zufrieden mit ihren Filmen. „Es gab halt auch einige Fails,“ gab Lennard zu.

Hier gehts zum Interview des "Green Screen-Workshops"

 

 

 

Hier gehts weiter zur Dokumentation - Tag 3